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Schwarzlichttheater

In völliger Dunkelheit erscheinen wie von Geisterhand geführt Gegenstände aus dem Nichts, sie schweben über die Bühne und verschwinden urplötzlich wieder. Eine Welt der Illusionen und der phantastischen Effekte entsteht auf der Bühne: Unterwasserwelten, eine schwebende Jungfrau, Geister entsteigen einem Sarg und führen einen wilden Tanz auf, aus der Schatztruhe steigt eine goldene Kugel und gehorcht den Anweisungen eines Zauberers ...

Jedes Jahr entwickeln die Schüler der Schwarzlicht-AG neue zauberhafte Ideen. Es erfordert jedes Mal viel Fleiß und Geduld, um die einzelnen Szenen vorzubereiten und mit ihren optischen Effekten zu inszenieren. Das Spiel im Schwarzlichttheater erfordert exakte Absprachen, eine gute Kooperation und viel Disziplin in der gesamten Gruppe. Erscheint ein Gegenstand nicht zur richtigen Zeit, ist der Zauber dahin. Sind auf der Bühne Stimmen zu hören, ist die Illusion zerstört. Die Leistung des Einzelnen tritt zurück. Erfolg hat nur eine rücksichtsvolle und sich zuarbeitende Gruppe.

Vor 25 Jahren - damals noch als Arbeitsgemeinschaft der GHS Diesterwegstraße - ist die Schwarzlicht-AG aus der Taufe gehoben worden und ist bis heute eine feste Größe in der Herbert Grillo-Gesamtschule. Kaum eine Abschlussfeier ging ohne einen Beitrag des Schwarzlichttheaters über die Bühne. Auch an den "Marxloher Theatertagen" hat sich das Schwarzlichttheater bereits zwei Mal beteiligt.

Eine besondere Anerkennung für ihre Leistung erfuhren die Schüler des Schwarzlichttheaters im vergangenen Jahr, als sie den "Herbert Grillo-Preis" erhielten.

Zur Zeit arbeiten die Schüler an einem neuen Programm. Die Zeit und die Arbeit, die aufzuwenden waren, um  nur die Requisiten zu erstellen, übertrafen einmal mehr alle Erwartungen. Die kreative Arbeit entzieht sich jeder Planung. Wir bemühen uns auch in diesem Jahr, unseren Beitrag zur Abschlussfeier des Zehner-Jahrgangs leisten zu können.

In jedem Jahr braucht das Schwarzlichttheater einige neue Schüler. Schüler ab der siebten Klasse, die ein wenig Begeisterung, Ausdauer, Geduld und Teamgeist mitbringen, sind herzlich willkommen.

Siggi Faeser

Theather: Männersache

Wenn Jungs zwischen 14 und 17 Jahren eine AG wählen, entscheiden sie sich häufig für Fußball, Mofa oder ähnlich sportliche Aktivitäten, aber doch nicht für Theater!? Das ist in diesem Jahr anders: Der Theaterpädagoge Uwe Frisch-Niewöhner vom KOM’MA-Theater in Duisburg bietet zusammen mit Dirk Müller von der Herbert Grillo-Gesamtschule eine AG unter dem Arbeitstitel „Männersache“ an – wie der Titel verlauten lässt: Diesmal nur für Männer!

Was bei den Mädchen das Bedauern auslöste, dieses Jahr einmal nicht an einer Theater-AG teilnehmen zu können, sorgte bei den Jungs zunächst für eine gehörige Portion Skepsis: Soll ich oder soll ich nicht? So erfuhr die AG anfangs auch nicht sehr regen Zulauf, denn viele scheuen den Auftritt auf der Bühne und vor allem vor Publikum. So kommt es, dass sich zunächst nur 4 Jungs für die AG entschieden haben.

Das Interesse änderte sich jedoch mit dem Besuch unseres Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers, der im November 2009 zusammen mit Ralf Moeller, Felix Magath, Barbara Sommer und Rolf Milser die Schule besuchte und sich die Ergebnisse unserer Schulprojekte anschaute. Auf der Bühne in der Aula führten die Jungs ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück auf: Eine Collage von siebeneinhalb knapp bemessenen Minuten über „Männerstereotypen“, die mit großer Begeisterung aufgenommen wurde.

Mittlerweile ist die AG um 2 Teilnehmer gewachsen, und einige mehr bekundeten ihr Interesse, hatten sich aber in der Zwischenzeit bereits für eine andere AG entschieden. Seitdem wird einmal pro Woche in der Aula geprobt, getobt und Spaß gehabt und dabei entsteht ein umfangreiches Drehbuch für unser neues Theaterstück, das am Schuljahresende im Rahmen der Marxloher Theatertage aufgeführt wird. Die Bühne wird dann um einiges größer und das Publikum zwar weniger prominent sein als im November, aber dafür umso zahlreicher. Aber die Jungs haben ja jetzt Erfahrung.

Dirk Müller